Samstag, 05. Juni 2010
[05.06.2010] Walserweg Graubünden eröffnet

Die neue ViaRegio-Route von Kulturwege Schweiz führt quer durch Graubünden von San Bernardino über Vals, Safien Platz, Thusis, Andeer, Juf, Filisur, Davos, Arosa und Klosters bis ins österreichische Brand. Der rund 300 km lange Weitwanderweg ist in 19 Etappen aufgeteilt und als Wanderland-Route 35 ausgeschildert.

Am 4. Juni wurde der Walserweg Graubünden anlässlich der Vernissage des Wanderführers «Walserweg Graubünden» von Irene Schuler in Chur offiziell eröffnet. Der Walserweg verbindet auf historischen Wegen typische Walsergebiete. Entlang einstiger Handelswege, Alpwege und Verbindungswegen zwischen Siedlungen warten eine herrliche Landschaft, typische Walser Kost sowie Einblicke in Heimatmuseen oder in eine traditionelle Sennerei.
Auf dem Walserweg werden zwei sechstägige Packages (San Bernardino–Thusis, Davos–St. Antönien) angeboten, die fünf Übernachtungen, Frühstück und Abendessen, Gepäcktransport, Reiseunterlagen und Eintritttickets umfassen. Der Packagepreis pro Person im Doppelzimmer beträgt CHF 790.–. Die Wanderungen können ab dem 19. Juni 2010 begonnen werden.

Auf den Spuren historischer Einwanderinnen und Einwanderer
Wer sich auf den Walserweg macht, lernt Kultur, Geschichte, Lebensbedingungen und Spuren der Walser kennen, die im 13. und 14. Jahrhundert aus dem Oberwallis eingewandert sind. In den oft unwirtlichen Höhen schufen die Einwanderer eine naturnahe Kulturlandschaft, die vielerorts noch heute intakt ist. Die rund 50 Walser Gemeinden des Kantons Graubünden bilden das Herzstück der Walser Siedlungsräume in der Schweiz.

Mehr als ein Wanderweg
Trägerin des Projekts Walserweg Graubünden ist die Walservereinigung Graubünden, deren Hauptziel es ist, die walserische und alpine Kultur zu wahren und zu fördern. Wie alle Via- und ViaRegio-Routen von Kulturwege Schweiz ist der Walserweg Graubünden mehr als ein Wanderweg. Mit dem Walserweg Graubünden soll ein langfristiger Beitrag zur dezentralen Besiedlung und zur Pflege der Kulturlandschaft geleistet werden. Die touristische Wertschöpfung in den Walser Siedlungsgebieten soll erhöht werden. Das dies innerhalb weniger Jahren gelingen kann, zeigen erfolgreiche Beispiele wie die ViaSpluga und die ViaValtellina.

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