Karrgeleise zwischen Sainte-Croix und Vuitebœuf

Sainte-Croix

Zwischen Ste-Croix und Vuitebœuf finden sich im Hang Überreste von zahlreichen historischen Strassen, über die auch die ViaFrancigena führt. Sie zeugen vom Salzhandel zwischen der alten Republik Bern und der Franche-Comté: Hier passierten während Jahrhunderten die mit Salz beladenen Wagen auf ihrem Weg nach Yverdon-les-Bains. Dort wurde die Ware auf die Schiffe nach Murten mit Endziel Bern verladen oder Richtung Lausanne und Genfersee umgeladen. Damit die Karren sicher zu Tal geführt werden konnten, wurden ihre Räder blockiert. Die Geleiserillen im Boden dienten der Führung und verhinderten ein Ausscheren der Gefährte. Die Spurweite wurde so berechnet, dass nur Wagen der Region passieren konnten. Dies verunmöglichte jede Konkurrenz beim Warentransport. Die Karrgeleise wurden vom 14. bis 18. Jahrhundert benutzt und systematisch unterhalten und repariert. Eine kürzliche Studie konnte im steilen Stück bei Vuitebœuf bis zu 30 Geleisepaare im Kalkgestein nachweisen.