Gemüsebrücke in Zürich (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).

Zürichs Weg in die Innerschweiz

Einst bildete der Ostschweizer Zubringer Richtung Gotthardpass die Hauptverbindung Zürichs in die Innerschweiz. Die Route entstand aus den Verkehrsbeziehungen, die sich zwischen Süddeutschland, Zürich und dem Gotthardpass entwickelten. Lange Zeit stand sie im Schatten der Hauenstein-Route und diente hauptsächlich den Bedürfnissen der Stadt Zürich. Die Industrialisierung der Ostschweiz, das «Eisenbahnfieber» des 19. Jahrhunderts, das im Bau der Gotthardbahn gipfelte, und der Aufstieg Zürichs zur wirtschaftlichen Hauptstadt der Schweiz liessen hier eine überregional wichtige Verbindung entstehen. Doch schon in früheren Jahrhunderten hatte sich auf der Strecke ein ganzes Routenbündel herausgebildet. Von dieser reichen Verkehrsgeschichte zeugen noch etliche historische Verkehrsbauten zwischen dem Schaffhauser Randen und der Zentralschweiz. Auch das gehört zum Mythos Gotthard: die Konfrontation der technischen Entwicklung der Moderne mit den ruhigen Zyklen der Natur.