Appenzell

Geschichte

Immer wieder trifft man auf dem Appenzellerweg auf den heiligen Jakobus. In Halten, einem Hof an der Strasse zwischen Eggerstanden und Appenzell, steht eine seit 1660 belegte Jakobskapelle. Das Jakobsbad zwischen Gonten und Urnäsch ist der zweite Bezugspunkt zur Jakobsverehrung am Weg. Der Legende nach warf der heilige Jakobus von Santiago aus zwei Pilgerstäbe weit von sich, die schliesslich auf dem Kronberg landeten, worauf die dortige Heilquelle zu sprudeln begann. Unweit der Jakobsquelle steht die Jakobskapelle, deren Ursprünge bis ins späte Mittelalter zurückreichen. Bestimmt war das heilende Wasser vom Kronberg auch für die müden Pilger eine Wohltat, denn ein Badebetrieb ist bereits seit dem Jahr 1576 belegt. Als Zeuge für die jahrhundertealte Kurtradition am Fuss des Kronbergs steht das 1845 erstellte Kurhaus Jakobsbad.

Weitere Bezüge zur Jakobusverehrung schaffen die Pfarrkirche von Urnäsch, die vor der Reformation den Aposteln Philippus und Jakobus geweiht war, sowie ein Altar zu Ehren der Heiligen Jakobus, Christophorus und Rochus, die in einem engen Bezug zum Pilgerwesen stehen.

Der Pilgerort Rankweil war einerseits Zwischenstation für die Santiago- und Einsiedelnpilger, und andererseits entwickelte er sich im Laufe des Spätmittelalters selbst zur wichtigsten Pilgerdestination im Vorarlberg. Auf dem Liebfrauenberg thront die Wallfahrtskirche mit der 1658 geweihten Loretokapelle, die bis in die 1930er-Jahre auch eine grosse Zahl Pilger aus dem Schweizer Rheintal und aus Appenzell Innerrhoden anlockte.