Albinenleitern (Bild: Zentralbibliothek Zürich)

Geschichte

Im Dala-Tal, zwischen Leuk und Leukerbad, sind zwei einmalige Zeugen der Verkehrsgeschichte überliefert. Es handelt sich um Leiternwege, mit denen seit unbekannter Zeit Felshindernisse überwunden werden für den Personenverkehr und den Materialtransport. Diese Vorläufer der modernen Klettersteige bieten auch heute noch ein faszinierendes Erlebnis. Für Nicht-Schwindelfreie gibt es bequeme Umgehungswege.

Hoch über dem Dala-Tal thront Albinen, ein Bergdorf mit typischen aus Holz gebauten Wohn- und Nutzbauten. Dank seinem reichen Bestand an Blockbauten im Ortskern weist Albinen ein Ortsbild von nationaler Bedeutung auf. Bis 1956 (!) war der Ort nur zu Fuss oder per Maultier erreichbar. Um die Badekundschaft in Leukerbad mit Lebensmitteln versorgen zu können, waren die Albiner auf die heute noch legendären «Albinenleitern» angewiesen. Und auf der anderen Talseite dienten die «Varner Leitern» den vom Unterwallis nach Leukerbad anreisenden Badegästen als Abkürzung. Durch die Reiseliteratur diverser Berühmtheiten, darunter Johann Wolfgang von Goethe, wurden die beiden Leiternwege weit über die Region hinaus bekannt. 1739 gab es eine erste Veränderung der Wegsituation: der Tiroler Bartlome Kraniger sprengte einen Saumweg in die Schattuflüe. Fortan konnte der Weg zwischen Varen und Leukerbad auch mit Saumtieren begangen werden.