Alpenfeldzug

Am 15. September 1799 überschritten die Koalitionstruppen die Grenze bei Ponte Tresa und gelangten nach Taverne, wo sie sich logistisch auf den Alpenübergang vorbereiteten. Am 21. September marschierten die Truppen wiederum los und zogen über den Monte Ceneri nach Bellinzona und durch die Leventina in Richtung Gotthardpass. Nachdem die Koalitionstruppen die französischen Stellungen auf dem Gotthardpass und in Urseren durchbrochen hatten, gelang es ihnen, durch das Reusstal bis nach Altdorf und an den Urnersee vorzustossen. Da es zu dieser Zeit keine Landverbindung dem See entlang gab und die Franzosen alle Schiffe beschlagnahmt hatten, gab es kein Weiterkommen für die russischen Truppen.

Nach einem Umgehungsmarsch von Altdorf über den Chinzig Chulm ins Muotatal musste sich die russische Armee vor der französischen Übermacht zunächst über den Pragelpass nach Glarus absetzen. Nachdem auch die österreichischen Verbündeten im Linthgebiet von den Franzosen geschlagen wurden, erfolgte ein weiterer Rückzug durch das Sernftal und über den frisch verschneiten Panixer Pass in die bündnerische Surselva. Am 12. Oktober 1799 verliessen Suworows Truppen über die Luziensteig das Territorium der Drei Bünde.