Kämpfe gegen die neue Ordnung

Wie kam es dazu, dass sich russische Truppen im Alpenraum aufhielten? Zwischen 1792 und 1814 führten die in wechselnden Koalitionen zusammengesetzten europäischen Monarchien mehrere Kriege gegen das revolutionäre beziehungsweise napoleonische Frankreich, vor allem mit dem Ziel, die alte Ordnung des Ancien Régime wiederherzustellen, aber auch um die Machtinteressen der einzelnen Koalitionspartner zu stärken.

Das Gebiet der damaligen Eidgenossenschaft war seit 1798 als Helvetische Republik ein Vasallenstaat Frankreichs. Nach einem erneuten Vorstoss der französischen Truppen in Richtung Italien schloss sich im Frühling 1799 auch das Gebiet der Drei Bünde (ab 1803 Kanton Graubünden) dieser Republik an. Bereits aber hatte sich unter der Führung Grossbritanniens eine neue Koalition mit Österreich, Russland, Neapel und der Türkei gebildet. Österreichischen und russischen Truppen gelang es, die französische Revolutionsarmee bis im Sommer grösstenteils aus Italien zurückdrängen. Vor allem der russische Oberbefehlshaber Alexander Suworow und die englischen Koalitionspartner wollten die Gunst der Stunde nutzen und weiter nach Westen und Norden vordringen.