Chemin des Anabaptistes – Täufergeschichte auf den Jurahöhen
Wandern Sie auf den Wegen der Täuferinnen und Täufer, die vor 400 Jahren auf den Jurahöhen Zuflucht suchten. Eine zweitägige Wanderung durch den Regionalen Naturpark Chasseral führt zu zahlreichen Zeugnissen der Täuferbewegung: Zu geheimen Versammlungsorten, rätselhaften Inschriften, über «Wytweiden» oder ins Täuferarchiv. Den Abschluss der Tour bildet der Aufstieg zum Chasseral, wo sich ein herrlicher Blick auf die Alpenkette offenbart. Zu sehen sind auch das Emmental und die Berner Voralpen – die Herkunftsorte der Täufer. Unterwegs locken verschiedene Berggasthöfe, die «Métairies», mit regionalen Spezialitäten. Auf dem Chemin des Anabaptistes wird ein zweitägiges Package mit einer Übernachtung angeboten (siehe Flyer).
Die Täufer haben ihren Ursprung in der protestantischen Reformation im 16. Jahrhundert und praktizieren die Erwachsenentaufe. Sie befürworten die strikte Trennung von Kirche und Staat und entsagen jeglicher Gewalt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Täufer wegen ihrer Überzeugungen verfolgt. Viele wanderten in europäische Länder oder nach Amerika aus. Andere flüchteten auf die zum Bistum Basel gehörenden Jurahöhen. Nachdem sich die Täufer in bislang kaum bewirtschafteten Höhenlagen niedergelassen hatten, machten sie das Land urbar und begannen, die heute so typische Landschaft zu formen. «Wytweiden» entstanden und ein Netz von Trockenmauern, welche die Parzellen und Weiden eingrenzen.
Weitere Informationen
Regionaler Naturpark Chasseral
Le Chemin des Anabaptistes auf einen Blick: Flyer (PDF)
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