«Bei der Heiligkreuzkapelle angekommen, kaum grösser als eine Alphütte, ruhten wir und leerten die Wassergläser, die sie für die ausgetrockneten Pilger bereit stellen» (Jemima Morrell, 1863). Farblithografie J. Jacottet, um 1850

Kampf ums Engagieren, Sonnenaufgang auf der Rigi

Ein weiteres Highlight in Cooks Reiseprogramm war die Rigi. Auf der Schiffsstation in Weggis tobte der Konkurrenzkampf unter den Rigiführern: «Wenn jeder Mann, Knabe oder Maultierhalter, der die Gesellschaft bei der Landung attackierte eine Wespe und jedes ihrer Worte ein Stich gewesen wäre, wären die sterblichen Überreste der Gruppe in Weggis geblieben» Und mit ihrer ganzen Sprachgewalt schilderte Jemima Morrell die Aufsässigkeit der Träger: «We were literally infested by, dogged and danced around by these importunates!»

We have been up to the Montblanc!

Da half nur noch eine Notlüge weiter, um die anwerbenden Führer, Schuhputzer, Hotelbedienstete und Kirschenverkäufer loszuwerden: «We have been up Mont Blanc!», und damit hatte die Gruppe Ruhe. Der anschliessende Aufstieg war von Marktschreiern und Kirschenverkäufern begleitet, die ihre Ware zu Wucherpreisen feilboten, und das lockere Nagelfluhgeröll auf dem Weg erschwerte den Aufstieg.

Der Sonnenaufgang – etwas für Frühaufsteher

Am nächsten Tag, nach gut vier Stunden Schlaf, stand Jenima Morrell mit ihrer Gruppe auf dem Gipfel der Rigi, um den viel beschriebenen Sonnenaufgang anzuschauen – zusammen mit rund hundertfünfzig anderen Frühaufstehern aus aller Herren Länder, von denen viele den Gesichtsausdruck von «You have waked me too soon, I must slumber again» trugen, wie Jemima Morrell ironisch anfügt.