Jaman

Geschichte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schilderte ein berühmter Reiseführer den Gruyère wie folgt: «[Die Gruyères-Käse], allseits bekannt, gelten als die besten, die es in der Schweiz gibt. […] Man transportiert sie … nach Deutschland, Italien, Frankreich, Holland, Amerika und bis nach Ostindien. In manchen Häusern bewahrt man riesige Familienkäse auf, und dies manchmal hundert Jahre lang.»

Wer von den Gestaden des Genfersees Richtung Greyerz und Pays-d'Enhaut zieht, legt jenen Weg zurück, auf dem die Käselaibe früher über den Jaman-Pass nach Vevey transportiert wurden. Von dort wurden sie – je nach Epoche oder militärischen Abkommen – nach Genf und später nach Lyon verschifft. Die französische Marine in Lyon war lange eine bedeutende Abnehmerin: Auf den Kriegsschiffen im Mittelmeer und im Atlantik galt der Greyerzer Käse als Eiweisslieferant, der sich lange und gut aufbewahren liess. Diese Reise vom Genfersee Richtung Pays-d'Enhaut und Greyerz ist also eine geografische, historische und thematische «Rückkehr zu den Ursprüngen».